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10 Jahre DGPP: Eine Erfolgsstory der Positiven Psychologie

bloomingUP war dabei!

12/06/2024 10 Jahre DGPP

Es war wunderbar, an diesem Summit teilhaben zu können! Hier meine persönlichen Eindrücke und Highlights für Sie!

Ihre Manola Kraus
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Positive Zukunft – Positiver Wandel – Positive Coaching – Positive Gemeinschaft

Die Deutsche Gesellschaft für Positive Psychologie (DGPP) feiert ihr 10-jähriges Jubiläum – ein Anlass, um mit den Gründerinnen Prof. Dr. Judith Mangelsdorf und Dr. Christin Celebi und vielen anderen Persönlichkeiten zu feiern, auf eine bemerkenswerte Reise zurückzublicken, aktuellen Erkenntnisse und Erfahrungen zu lauschen und Ideen für das eigene Denken und Tun zu entwickeln.

Prof. Dr. Judith Mangelsdorf, die erste Professorin für Positive Psychologie in Deutschland an der Deutschen Hochschule für Gesundheit und Sport (Berlin, Hamburg und Ismaning), und Dr. Christin Celebi, eine angesehene Forscherin im Bereich der positiven Psychologie und psychischen Gesundheit sowie Lehrbeauftragte an der Universität Potsdam, teilten ihre beeindruckende Gründungsgeschichte.

Mit vielen persönlichen Anekdoten und Begegnungen erzählten sie von den Anfängen der DGPP und den ersten Mitgliedern, die diesen Weg mit Leidenschaft und Überzeugung begleiteten. Zudem wurde Prof. Dr. Judith Mangelsdorf in einer bewegenden Laudatio von Prof. Dr. Martin Seligman aus den USA gewürdigt, der ihre Pionierarbeit und ihren unermüdlichen Einsatz für die Positive Psychologie lobte.

Prof. Dr. Michael Eid sprach als Schirmherr und Mentor der Positiven Psychologie das Grußwort und inspirierte in seiner Keynote zum Thema „Arbeitslosigkeit und Wohlbefinden“ sich mit den Auswirkungen von Lebensereignissen und gesellschaftlichen Umbrüchen zu beschäftigen.  

Ein besonderes Highlight war für mich Robert Biswas-Diener, ein US-amerikanischer Psychologe, der als „Indiana Jones der positiven Psychologie“ bekannt ist. Sein Vater, Ed Diener, war ein Pionier in diesem Bereich, und Robert hat diese Tradition mit Begeisterung und einer außergewöhnlichen Fähigkeit, sein Publikum zu fesseln, fortgesetzt. Als Autor zahlreicher Werke wie „Positive Psychology Coaching“, „Positive Provocation“ und „The Upside of Your Dark“ hat er die positive Psychologie nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch geprägt.

Seine Forschungen führten ihn rund um die Welt – nach Indien, Grönland, Israel, Kenia und Spanien – und in seiner unterhaltsamen und leidenschaftlichen Art teilt er diese Erfahrungen als Positive Psychology Speaker. Besonders beeindruckend finde ich persönlich, dass er neben seiner wissenschaftlichen Arbeit auch ein talentierter Künstler ist.

Seine Keynote gipfelte in einer Aussage, die mich tief berührte: „What we need is intellectual humility. What we hold to be true today might be different from what we hold to be true tomorrow.“ Für Coaches bedeutet das, ständig neue Fragen zu stellen. Es sind die Fragen, die zählen. Neue Wahrheiten und erweiterte Perspektiven erfordern Fragen, die wir uns selbst vielleicht nicht stellen würden. Diese intellektuelle Demut öffnet die Tür zu innovativen Lösungen und tiefgreifenden Erkenntnissen.

Zum Abschluss des Jubiläums-Summits erlebten wir einen weiteren bedeutenden Höhepunkt: Prof. Dr. Carol Ryff, eine weltweit anerkannte Professorin für Psychologie an der Pennsylvania State University und Direktorin des Instituts für Altersforschung in Philadelphia, begeisterte uns mit ihrer Forschung zum psychologischen Wohlbefinden.

Prof. Dr. Ryff ist berühmt für ihre umfassenden Untersuchungen, wie verschiedene strukturelle Einflüsse wie Alter, sozioökonomischer Status und Kultur mit biologischen Faktoren (z.B. Nerven- und Herzgesundheit) interagieren und unser Wohlbefinden beeinflussen. Als eine der Gründermütter der positiven Psychologie sprach sie über die Entwicklung und Zukunft dieser Disziplin und legte besonderen Wert auf die Resilienzforschung – wie Menschen es schaffen, trotz widriger Umstände ihr Wohlbefinden aufrechtzuerhalten.

In ihrem Vortrag „Virtuous vs. Villainous Enactments of Eudaimonia: A Window on Societal Well-Being“ betonte sie die Bedeutung des erfolgreichen Umgangs mit Leid („It is important to know how to suffer successfully“)  und die zentrale Rolle der Kunst in der Förderung des Wohlbefindens („Arts nourish well-being & illuminate ill-being“).

In diesen zwei Tagen Jubiläums-Summit  konnte ich viele weitere erhellende und inspirierende Vorträge sowie bereichernde Begegnungen und Gespräche genießen. Die Zeit im wunderschönen Universitätspalais am Ende des Parks Sanssouci wurde dadurch zu einem wertvollen Erlebnis voller neuer Erkenntnisse und inspirierender Momente:

Was ein PERMA-Lead Training bewirken kann – Herangehensweisen, Erkenntnisse und Forschungsergebnisse (Nesemann, Werker, Meyer) 

Vom Ich zum wir! Da Wohl der Gesellschaft als Ganzes im Blick von Sandra Zerblin

Female Epowerment – die Kraft der Positiven Psychologie für Frauen und ihre Anliegen: Experiment mit dem Reciprocity Ring (Samonig & Zähringer)

Glücksforschung: Das große Glück in kleinen Dingen (Dominik Spenst)

Workshop: Wenn es nicht Imposter wäre, was wäre es dann? Eine kritische Betrachtung des Phänomens und mögliche Interventionsansätze (Heizmann, Wöber)

Meet my IDG – Zukunft gestalten in Verbundenheit mit den Inner Development Goals (Wegener und Dargent)

Vom Glänzen zum  Leuchten – die wahre Bedeutung von Arbeit & Wachstum (Mario Pracht)

DANKE an alle, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben!

„Act as if what you do makes a difference. It does.“ (William James, American philosopher, historian, and psychologist) 

Diese einfachen, aber tiefgründigen Worte erinnern uns daran, dass unsere Handlungen einen enormen Einfluss auf die Welt um uns herum haben, ganz gleich, wie klein oder unbedeutend sie auch erscheinen mögen.

Manola Kraus

Positive Business Coach & Mentorin
Zertifz. Anwenderin/Beraterin für Positive Leadership

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